Versteigerungsdaten/​Terminsbestimmung

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll am Mittwoch, 25. November 2026 um 9:00 Uhr folgender Grundbesitz im Amtsgericht Mannheim, Sitzungssaal B115, A 2, 1, 68159 Mannheim öffentlich versteigert werden:

Verkehrswert: 320.000,00 €

Vollständige Versteigerungsdaten zu diesem Verfahren entnehmen Sie bitte der amtlichen Bekanntmachung.

Verkehrswert
320.000,00 €
Versteigerungstermin
25.11.2026, 09:00 Uhr
Aktenzeichen
2 K 188/25
Versteigerungsart
Zwangsversteigerung
Wertermittlungsstichtag
20.02.26
Besichtigungsart
Innen- und Außenbesichtigung
Wertgrenzen
gelten
Amtliche Bekanntmachung
Gutachten (Zum Herunterladen müssen Sie angemeldet sein.)
62 Seiten 3 MB

Objektdaten

KellerAbstellraumTerrasse
Objekttyp
Vierzimmerwohnung
Wohnfläche
89.03 m²
Heizungsart
Zentralheizung
Objektzustand
befriedigend
Baujahr
1930
Verfügbarkeit
eigengenutzt

Objektbeschreibung

Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um Wohnungseigentum Nr. 1 in Form einer Doppelhaushälfte als Einfamilienhaus mit Vierzimmerwohnung, Dachterrasse und 1/2 Miteigentumsanteil an 168 m² Grundstück; laut Teilungserklärung gehört ein Abstellschuppen im Garten dazu, tatsächlich ist keiner vorhanden.

Besichtigung:

Das Objekt wurde an zwei Terminen besichtigt; beim ersten Termin war keine Innenbesichtigung möglich, beim zweiten konnten alle Räume der zu bewertenden Einheit begangen werden. Das Objekt wurde anhand der Ortsbesichtigung sowie von Teilungserklärung, Abgeschlossenheitsplänen, Flächenberechnungen, Lageunterlagen und weiteren Behördenauskünften bewertet.

Wohnung

Die zu bewertende Einheit ist eine Vierzimmerwohnung in Form eines Einfamilienhauses mit 89,03 m² Wohnfläche, verteilt auf Erd-, Ober- und Dachgeschoss. Zur Raumaufteilung gehören im Erdgeschoss Flur, Gäste-WC, Wohnzimmer und Küche, im Obergeschoss Flur, Badezimmer sowie zwei Zimmer und im Dachgeschoss ein weiteres Zimmer mit Zugang zur Dachterrasse. Hinzu kommt der Keller als Nebenfläche; im Dachgeschoss bestehen außerdem Leitungen als Vorbereitung für ein weiteres Bad, Sanitärgegenstände sind dort bislang nicht installiert.

Der Grundriss ist zweckmäßig, jedoch mit eher unterdurchschnittlichen Raumgrößen für diesen Gebäudetyp. Die Belichtung erfolgt natürlich, die Räume sind belüftbar; die Belichtungsverhältnisse werden als befriedigend beschrieben, mit Ausrichtung nach Südwesten und Nordosten. Die Wohnungsgröße ist im Verhältnis zum Gebäudetyp klein, eine Gartenfläche besteht nicht, sondern lediglich eine kleine gepflasterte Hoffläche.

Der Zustand ist durchschnittlich, allerdings mit erkennbarem Instandhaltungs- und Renovierungsbedarf. Festgestellt wurden unter anderem ein Feuchte- bzw. mutmaßlicher Schimmelschaden an der Badezimmerdecke im Obergeschoss, teils beschädigte oder verfärbte Fliesen, größere Wandöffnungen mit Bedarf an Putz- und Malerarbeiten, ein verschmutzter und möglicherweise schadhafter Terrassenbelag sowie funktionale Mängel an der Treppe mit teils geringer Kopfhöhe und ungleichmäßigen Steigungen.

Gebäude

Das Gebäude ist eine um 1930 errichtete Doppelhaushälfte innerhalb eines zweigeschossigen, vollunterkellerten Doppelhauses, das nach dem Wohnungseigentumsgesetz aufgeteilt ist. Die zu bewertende Einheit wird von der Straße aus separat erschlossen und als Einfamilienhaus genutzt. Das Dachgeschoss ist zu Wohnzwecken ausgebaut; die anteilige Bruttogrundfläche beträgt 181,54 m².

Die Bauweise ist massiv mit vermutlich Stein- oder Betonfundamenten, Kellerwänden aus Beton und/oder Mauerwerk, Mauerwerksaußenwänden, Massivdecken und verputzter Fassade. Das Gebäude verfügt über zwei Vollgeschosse und eine Vollunterkellerung. Das Dach ist als gedämmtes Pultdach in Holzkonstruktion mit Ziegeleindeckung ausgebildet. Zum Gebäude gehören als wertrelevante Merkmale insbesondere die Dachterrasse, eine Dachgaube sowie die Eingangstreppe mit Vordach.

Nach sachverständiger Einschätzung erfolgte zwischen 2010 und 2015 eine Kernsanierung. Dabei wurden Wand-, Boden- und Deckenbeläge erneuert, Fenster ausgetauscht, Sanitärräume und Fassade saniert sowie Heizung und die Installationen für Elektro, Heizung und Sanitär erneuert. Auch das Dach wurde im Laufe der Zeit renoviert, gedämmt und neu eingedeckt. Die Restnutzungsdauer wurde wegen dieser Kernsanierung mit 59 Jahren angesetzt.

Der Bauzustand des Gemeinschaftseigentums ist durchschnittlich ohne erkennbaren Instandhaltungsstau. Am Sondereigentum bestehen jedoch Mängel und Schäden, darunter eine feuchtebelastete Außenwand im Untergeschoss, renovierungsbedürftige Fassadenflächen und die bereits beschriebenen Defizite im Innenbereich.

Nutzung

Zum Wertermittlungs-Stichtag war das Objekt eigengenutzt.

Ausstattung

  • Dachform/Dachdeckung: Pultdach in Holzkonstruktion, gedämmt, mit Ziegeleindeckung

  • Heizung & Warmwasser: Gasbrennwerttherme; Wärmeabgabe über Heizkörper; Warmwasserversorgung zentral

  • Elektroinstallation: Hausinstallationen im Rahmen der Kernsanierung erneuert, etwa um 2015

  • Fenster: Kunststofffenster aus 2011 mit Zweischeiben-Isolierverglasung; Kunststoffrollläden

  • Sanitärausstattung: Gäste-WC im Erdgeschoss mit Waschbecken; Badezimmer im Obergeschoss mit Wanne, WC und Waschbecken; im Dachgeschoss Leitungen als Vorbereitung für ein weiteres Bad vorhanden

Lage

Das Objekt liegt in Mannheim-Sandhofen, einer Stadtteil-Lage der Stadt Mannheim mit rund 310.000 Einwohnern, im Stadtkreis Mannheim, Baden-Württemberg.

Die Mikrolage ist eine mittlere Wohnlage an einer Ecklage. Die Nachbarschaft ist überwiegend von zwei- bis dreigeschossiger Wohnbebauung geprägt; einzelne Gebäude sind nahezu baugleich. Das Objekt liegt an einer zweispurig ausgebauten, asphaltierten Straße mit Gehwegen sowie an einer einspurigen, asphaltierten Nebenstraße ohne Gehwege. Festgestellt wurden normale innerstädtische Immissionen; zusätzlich ist mit gewissen Einwirkungen durch nahe Bundesstraße und Autobahn zu rechnen.

Schulen, Kindergärten, Ärzte, Einkaufsmöglichkeiten und die üblichen öffentlichen Einrichtungen sind im Stadtgebiet vorhanden. Die nächstgelegene Straßenbahn- und Bushaltestelle befindet sich in kurzer Entfernung; auch der Hauptbahnhof ist über das städtische Verkehrsnetz gut erreichbar. Die Anbindung an den Individualverkehr ist mit nahegelegener Bundesstraße und Autobahnanschluss gut.

Das Grundstück ist ein rechteckig zugeschnittenes Eckgrundstück mit 168 m² Fläche, etwa 8 m Breite und rund 19,50 m Tiefe. Das Gelände ist relativ eben und höhenmäßig unauffällig. Es bestehen teils Grenzbebauung, teils Einfriedungen durch Metallzaun mit Tor und Holzzaun. Vorhanden sind eine gepflasterte Hoffläche und der Hauszugang; Stellplätze auf dem Grundstück gibt es nicht. Das Grundstück ist voll erschlossen.

Hinweis: Die Position auf der Karte ist möglicherweise ungenau. Angabe ohne Gewähr.

Ansprechpartner oder Gläubiger/​-vertreter

Sparkasse Rhein Neckar Nord, Tel: 0621-298-1283

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